Wann lohnt die Mast von Ebern?

Ab 2019 ist die betäubungslose Kastration männlicher Ferkel bis zum 7. Lebenstag durch den Landwirt per Gesetz verboten. Für diese bis dahin geltende Ausnahmeregelung entfällt nach Auffassung des Gesetzgebers die Begründung, weil es inzwischen Alternativen dazu in der Praxis gibt: Kastration nach Betäubung durch den Tierarzt, Immunokastration und Ebermast. Auch der Einsatz Schmerz ausschaltender Analgetika (Schmerzmittel) vor der Kastration durch den anwendenden Landwirt wird in den Formulierungen des kürzlich geänderten Tierschutzgesetzes als Variante für die Zukunft genannt.

In den letzten Monaten sind zu den praktischen Fragen der Ebermast, wie z.B. zur Haltung, Fütterung und zur Vermarktung zahlreiche Untersuchungen in Prüfstationen und auch in der Praxis durchgeführt worden. Grundsätzlich bleibt für die „Neueinsteiger in die Ebermast“ jedoch die entscheidende Frage, unter welchen Rahmenbedingungen sich die Ebermast „rechnet“. Auf diese Frage wird es wie in vielen anderen Fällen keine generelle, sondern nur eine auf die einzelbetrieblichen Verhältnisse angepasste Antwort geben. Die Berater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen haben diese Frage aufgrund von Erfahrungen in ihren Beratungsbetrieben intensiv diskutiert und daraus ein spezielles edv-gestütztes Beratungsinstrument entwickelt. Jeder interessierte Landwirt kann die Beratung zur Beantwortung der Wirtschaftlichkeit der Ebermast auf der Grundlage der einzelbetrieblichen Verhältnisse jetzt nachfragen. Im Folgenden sollen zu diesem Beratungsangebot einige grundlegende Aspekte dargestellt werden.

Weiter lesen

Quelle: Wann lohnt die Mast von Ebern? – Landwirtschaftskammer Nordrhein