Zucht und das Verhindern von Ebergeruch

shutterstock_biggetjesIn den Niederlanden arbeiten Forscher der Universität und des Forschungszentrums Wageningen an der Inventarisierung von Chromosomen, die im Zusammenhang mit dem Entstehen von Ebergeruch stehen.

Dies beruht auf dem Gedanken, dass eine zielgerichtete Zucht langfristig Ebergeruch verringern kann. Die Forscher erwarten, dass die Verringerung um bis zu 65 % möglich ist.

Inzwischen ist viel über die Rolle der chemischen Komponenten Skatol und Androstenon beim Entstehen von Ebergeruch bekannt. Doch auch andere chemische Stoffe wie Indol, scheinen Einfluss darauf zu haben.

Komplexe Materie

Die Forscher der Universität und des Forschungszentrums Wageningen haben bereits umfangreiche Daten über die chemischen Komponenten gesammelt, die beim Entstehen von Ebergeruch eine Rolle spielen. In der nächsten Zeit werden die genetischen und genomischen Ebergeruchsparameter für die Zucht und der Bezug auf die Produktions- bzw. Reproduktionseigenschaften näher ausgearbeitet.

Das Entwickeln eines Zuchtprogramms, das auf das Verringern des Risikos von Ebergeruch ausgerichtet ist, muss jedoch auch andere (wirtschaftliche) Eigenschaften der Tiere berücksichtigen. In Anbetracht der komplexen Materie haben die Forscher voraussichtlich noch einen langen Weg vor sich.

Die Lösung

Inzwischen wurde eine gute Erfassungsmethode zum Aufspüren von Ebergeruch am Schlachtband entwickelt, sodass verhindert werden kann, dass Fleisch von Schweinen mit Ebergeruch auf den Frischfleischmarkt gelangt.  Der Mensch selbst stellt die Lösung dar: nämlich mittels Kontrollen am Schlachtband durch den menschlichen Geruchssinn.